Sprache

Voraussetzungen für den Spracherwerb

Von der Geburt bis zum Erlernen der Schrift muss der kleine Mensch viel lernen.

Die erste Stufe ist, dass der Säugling die Welt rund um sich wahrnimmt und versteht. Das Baby sieht Dinge, greift sie später auch an und nimmt sie in den Mund. Es fühlt, schmeckt, riecht und sieht. Es begreift die Umwelt mit allen Sinnen. Es beginnt auch, sich mit Geräuschen und Gesten auszudrücken,spricht aber noch nicht.

Das Übersetzen der Erfahrungen und Erlebnisse des Kindes in die jeweilige Umgebungssprache ist die nächste Stufe.  Hier lernt das Kind allein durch Zuhören und Nachahmen die Wörter zu den Dingen und Tätigkeiten. Und auch wenn es selbstverständlich erscheint, erwähne ich es hier an dieser Stelle. Das Kind braucht Personen, die mit Geduld und Liebe immer wieder Dinge benennen und dem Kind Rückmeldung über seine sprachlichen Produktionen geben. Das Kind kennt in dieser Phase noch lange keine Schrift.

Erst auf einer dritten Stufe lernt das Kind die Symbole zur Sprache, nämlich die Schrift.

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PC, Konsole und Co.

Es darf beim Thema Sprachentwicklung und Schriftspracherwerb sowie beim Thema Spielen nicht außer Acht gelassen werden, dass Kinder heute in einer Umgebung aufwachsen, die von neuen Medien geprägt ist. Von klein auf kennen Kinder in den meisten Familien Fernseher, Computer und auch andere technische Geräte wie Smartphones, Tablets oder MP3-Player. Daher werden Kinder auch früh mit diesen Geräten konfrontiert und es wird auch immer früher die Neugierde geweckt, selbst diese Geräte zu nutzen. Der Anblick von ganz jungen Kindern, die vorm Fernseher sitzen oder mühelos ein Smartphone bedienen, ist nicht mehr ungewöhnlich. Es gibt mittlerweile auch schon für die Kleinsten ein großes Angebot an Fernsehprogrammen, Filmen und Spielen für alle möglichen elektronischen Geräte .

Natürlich muss der Umgang mit diesen Medien dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Eine zeitliche Eingrenzung der Nutzung genauso wie die Überprüfung der inhaltlichen Eignung eines Mediums sind unerlässlich.

Computer und Konsolen stellen einen sehr hohen Motivationsfaktor für Kinder dar. Diese Motivation sollte meiner Meinung nach genutzt werden. Computer und Konsolenspiele können wie Bücher in den Alltag eingebunden werden. Genauso wie mit Vorschul-Kindern Bilderbücher angesehen werden, kann mit ihnen ein PC-Spiel oder ein Konsolenspiel gemeinsam erlebt werden. Im Idealfall wird das im Spiel Gesehene und Erlebte anschließend auch aufgegriffen, darüber gesprochen, etwas nachgespielt oder damit etwas Neues erfunden und weitergeführt.

So gesehen ist also jedes Spiel abgesehen von den konkreten Spielinhalten zur Sprachförderung geeignet, wenn es als Anreiz zu einem Gespräch dient und dazu, Kontakt miteinander aufzunehmen. Ein gemeinsames Gesprächsthema zu haben, sich für die Interessen des Kindes zu interessieren und miteinander darüber zu reden ist auch ein sehr wichtiger Teil der Sprachentwicklung.

Ebenso interessant ist es, Kinder beim gemeinsamen Spiel an der Konsole zu beobachten. Ältere Kinder erklären jüngeren etwas, sie besprechen Strategien oder teilen einfach die Freude am Gesehenen und Tun.

Abgesehen von den allgemeinen Möglichkeiten des Einbeziehens von neuen Medien in den Alltag gibt es natürlich Programme und Spiele, die speziell für die sprachliche Förderung geeignet sind.